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FreiraumArchitektur

Architektur, Wohnen, Nachhaltigkeit

Vielfältige Gestaltungs-Möglichkeiten mit Glas

13. November 2015 by Birgit Schneider

Großflächige Verglasungen von Schüco öffnen das Haus zum Comer See hin.

Glas in der Architektur ist ein faszinierendes Element. Klar, jedes Haus benötigt Fensterflächen, das haben schon die Schildbürger bei dem Bau ihres Rathauses gemerkt. Doch die heutigen Möglichkeiten gehen weit über normale Fensteröffnungen hinaus. Ganze Fassaden können mit Glas gestaltet werden und Ecklösungen ohne sichtbare Rahmen scheinen die Grenzen zwischen innen und außen völlig aufzuheben. Glas ist im Trend – Glas bindet die Umgebung in den Wohnraum ein – Glas erfüllt viele Anforderungen. Ich möchte Euch einige tolle Beispiele präsentieren und zeigen, was Glas in der Architektur leisten kann.

Große Glasflächen lohnen sich besonders, wenn man damit eine schöne Umgebung in den Wohnraum holt. Wie ein Bild in Großformat haben sich die Bewohner meines ersten Beispiels den Comer See ins Wohnzimmer geholt. Zugegeben, diese geniale Seelage hat natürlich nicht jeder, aber auch ein Blick in den Garten, auf die angrenzenden Felder oder übers Tal sorgt für traumhafte Ausblicke. Charakteristisch für die Region an dem oberitalienischen See sind die vielen kleinen Dörfer direkt am Ufer. Zwischen den Bestandsbauten in traditioneller Bauweise entstand dieses neue moderne Haus, das sich in Grundriss und Volumen an dem vorherigen Gebäude orientiert. Die reduzierte Formensprache und die Wahl der Materialien lässt aber eindeutig die moderne Architektur erkennen. Zur Seeseite hin, ist Glas das herausstechende Element. In dieser herrlichen Lage setzte Architekt Cesare Sala zum See hin großflächige Festverglasungen und Glas-Schiebetürsysteme von Schüco ein. So sorgt der Comer See im Innern des Hauses ganzjährig für ein stimmungsvolles Bild.

Riesige Verglasungen holen den Comer See im Breitbandformat ins Haus. Klick um zu Tweeten

Blick auf den Comer See im Breitbandformat.

Aussicht im Breitbandformat auf den Comer See. Foto: Schüco/Marcello Mariana

Um das Gebäude optisch und räumlich möglichst weit zur malerischen Seelandschaft zu öffnen, wurde in diesem Beispiel das Schiebetürsystem Schüco ASS 70.HI eingesetzt. Es ist raumhoch und nutzt die gesamte Raumbreite, sodass die Aussicht im Breitbandformat möglich ist. Die Führungssschienen sind im Boden versenkt, der Übergang zum Balkon ist somit völlig schwellenlos.

Im Obergeschoss mit den Rückzugsbereichen werden oft weniger Glasflächen eingesetzt, um die Privatsphäre zu schützen. Die meisten Menschen wünschen hier keine Einblicke. Beim Beispielhaus am Comer See wurde auch das Obergeschoss über die gesamte Hausbreite verglast, um auch hier den fantastischen Blick auf den See genießen zu können. Lediglich die Aufteilung der Glasflächen variiert zum Untergeschoss. Im Obergeschoss wurde eine Einteilung in vier gleichgroße Elemente mit zwei beweglichen Schiebetür-Elementen in der Mitte gewählt. Vor dem großzügigen Ess-, Wohn- und Kochbereich im EG wurden die Glasfassade im Zentrum noch durch zwei Türelemente ergänzt.

Transparente Glasflächen lockern den massiven Baukörper auf. Foto: Schüco

Transparente Glasflächen lockern den massiven Baukörper auf. Foto: Schüco International KG

Horizontale Fensterbänder lockern den massiven kubischen Baukörper auf. Klick um zu Tweeten

Auch im zweiten Beispiel schafft die großzügige Verglasung im Wohnbereich Ausblicke – diesmal in den Garten. Doch im Obergeschoss zeigt sich das Gebäude wesentlich geschlossener. Je nach Nutzung und Diskretionsbedarf kommen sehr unterschiedliche Fenstergrößen zum Einsatz. Verbindendes Element ist die Gliederung durch die schlanken Aluminium-Profile in einem dunklen Grauton. Die horizontalen Fensterbänder lockern bei diesem Entwurf der Architekten Hans-Peter Höhn und Carolin Riedel die kubischen Elemente der stark kontrastreichen Gebäudehülle auf. Glasflächen durchbrechen mit ihrer Transparenz die massive Kubatur und schaffen dadurch eine spannende Optik.

Große Verglasung in Gründerzeithaus, fabi architekten, fotograf: herbert stolz

Der offene Grundriss findet mit der großen Verglasung sein Pendant in der Fassade. Foto: Herbert Stolz

Große moderne Glasfläche in historischem Gebäude in Regensburg. Klick um zu Tweeten

Dass große Glasflächen auch in einem Haus der Gründerzeit mit Denkmalschutz passen können, zeigen die Fabi-Architekten an diesem Beispiel in Regensburg. Der villenartige zweigeschossige Bau ist Bestandteil eines zusammenhängenden schachbrettartigen Bebauungsgürtels außerhalb des mittelalterlichen Stadtkerns. Die Bauten zeugen vom damaligen Wohlstand des Bürgertums und man verspürt auch heute noch die Anmut vergangener Tage. Das Wohnkonzept wurde für die fünfköpfige Familie allerdings grundlegend modernisiert. Erd- und Obergeschoss ergeben nun nach dem Umbau eine großzügige Wohneinheit. Alle neuen Bauteile fügen sich formal und farblich reduziert in das Gebäude ein, ohne den historischen Charme zu zerstören oder mit ihm in Konkurrenz zu treten. Der offene Grundriss mit dem großzügigen Luftraum über dem Essbereich findet in der zweigeschossigen Glasfläche der Westfassade sein Pendant. Die schmalen Profile sind fassadenbündig montiert und bilden einen mondernen Kontrast zur restlichen Fassade. Nach Aussage der Architekten ist dies mit 3,10 m x 5,00 m wohl die größte moderne Isolierscheibenverglasung in einem historischen Gebäude in Regensburg.

Klimaglas-Fassade nach Süden. Foto: Semco

Bei dieser Klimaglas-Fassade nach Süden wurde kein außen liegender Sonnenschutz benötigt. Foto: Semco

Tageslicht trägt zum Wohlbefinden bei, ein niedriger g-Wert der Gläser schützt vor Überhitzung. Klick um zu Tweeten

Tageslicht schafft eine helle, freundliche Atmosphäre und trägt zum Wohlbefinden der Bewohner bei. Aus diesem Grund ist die Tageslicht-Führung in einem Haus ein sehr wichtiger Aspekt. Neben der Dimensionierung der Glasflächen spielt die Ausrichtung und das Raumvolumen eine entscheidende Rolle. Ziel sind lichtdurchflutete Räume, die in den kälteren Monaten den Wärmeeintrag der Sonneneinstrahlung nutzen und im Hochsommer vor Überhitzung geschützt sind. Bei einer cleveren Planung und der Wahl eines entsprechenden Fensterglases sind oftmals keine außen liegenden Beschattungsmaßnahmen oder Klimageräte notwendig. Zum einen schützen Dachüberstände vor zu viel Sonneneinstrahlung. Zum anderen gibt es spezielle Sonnenschutzgläser, die ausreichend Tageslicht hereinlassen, gleichzeitig aber einen Wärmeschutz bieten. Aussagekräftig ist hier der Gesamtenergiedurchlassgrad, kurz g-Wert genannt, der prozentual die Energiemenge angibt, die durch das Fenster im Raum ankommt. Neben der durchgelassenen Sonneneinstrahlung ist das auch die Wärme, die von der Glasscheibe durch Abstrahlung oder Konvektion in den Innenraum gelangt. Je geringer also der g-Wert, desto größer ist die Sonnenschutzwirkung. Erreicht wird dies durch Beschichtungen auf den Gläsern. Bei einer modernen Dreifachverglasung liegt der g-Wert beispielsweise bei ungefähr 0,55. Das heißt, dass 55 Prozent der eingestrahlten Energie in den Raum gelangt.

Fenstergläser sind heute hochentwickelte Hightech-Produkte, die viel leisten und Architekten einen großen Gestaltungsspielraum lassen. Faszinierende Beispiele findet man nicht nur im Objekt-Bau, sondern immer mehr auch bei Ein- und Zweifamilienhäusern. Fensterflächen sind ein wichtiges Gestaltungsmittel in der Architektur. Wird die Balance zwischen Aus- und Einblicken, Transparenz und Diskretion, solarer Sonneneintrag und Überhitzungsschutz gekonnt eingesetzt, sind Glasflächen die gestalterische Kür und ein Gewinn für die Bewohner.

 

Kategorie: Bauen, Leben Stichworte: Architektur, Ausblick, Breitbandformat, Fenster, Glas, Glasflächen, Sonnenschutz

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